Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 1696.?.17
Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/7
0001Durchleüchiger Cuhrfür st, mein herzallerlibster herr bruder 0002Was dero Liebden mihr wegen des Grav Cauniz in der 0003reichs vicekanzelariat sach haben überschrei ben 0004wollen, hette ehnder be antwort. Weil aber 0005ihr Mayestät noch immer dero intention hatten 0006auf den Grauen von Öting, also wehre mihr 0007übel angestanden, wan ich mihr was anderst 0008hette einfallen laßen, als selbige bestens zu 0009secondiren, in deme selbiger Grau bey ihrer 0010Mayestät, me in Keiser, vndt vnsern beden haüsern überaus
0011meritirt sich gemac ht hatt, ihr Mayestät, mein Keiser, aber 0012alzeit in dem verbliben, das, wohfern diser nit 0013darzue solte gelangen könen, ihr Mayestät solches dem 0014Grauen Cauniz vohr allen andren gern gunnen wollten, 0015wie sie den auch deßen presentation angenomen 0016vndt ich nit zweifle, das ihr Mayestät, das publicu m, 0017das Reich, auch vnser haus woll mit ihm 0018werden bedient sein, in dem er sich alze it 0019gahr deuot erzeigt hatt. Dero Liebden kan ihn auch in 0020mein nahmen versi cher n, das ich ihm gern alle gnade 0021bezeigen werde, die ich ste rben werde 0022dero Liebden 0023ge tre wste schwe ster 0024Eleonora 0025Fauorita den 17ten ?? 16960026Hierbey komt ihr Mayestät antwort an den 0027Graven Cauniz, wies dero Liebden verlangt.



